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	<title>Pflegeoffensive LKKN</title>
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	<description>Pflege mit Aussicht im Landkreis Konstanz.</description>
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	<title>Pflegeoffensive LKKN</title>
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	<item>
		<title>Romy Eckert (18) aus der stationären Langzeitpflege</title>
		<link>https://www.pflege-mit-aussicht.de/romy-eckert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2022 07:20:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Pflege erhält man viel zurück, erzählt Romy. Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in der stationären Langzeitpflege hat sich die heute 18-Jährige für die Ausbildung entschieden. „Der Job passt zu mir“, sagt Romy im Pflegeprofi-Gespräch. Ihre persönliche Aussicht: Vielleicht werde ich Stationsleiterin. Romy, wer bist du und wie bist du in der Pflege&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Pflege erhält man viel zurück, erzählt Romy. Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in der stationären Langzeitpflege hat sich die heute 18-Jährige für die Ausbildung entschieden. „Der Job passt zu mir“, sagt Romy im Pflegeprofi-Gespräch. <strong><span id="more-2689"></span></strong> Ihre persönliche Aussicht: Vielleicht werde ich Stationsleiterin.</p>
<p><strong>Romy, wer bist du und wie bist du in der Pflege gelandet?</strong></p>
<p>Ich mache seit August letzten Jahres eine generalistische Pflegeausbildung und arbeite aktuell in der <a href="https://www.pflege-mit-aussicht.de/versorgungsbereiche/">stationären Langzeitpflege</a>. Mein nächster Step ist die stationäre Akutpflege, also ein Krankenhaus. Nach meinem Realschulabschluss wusste ich noch nicht genau, was ich machen wollte und habe deshalb über ein FSJ nachgedacht. Mein Nachbar war Heimleiter und hat mir etwas über die Altenpflege erzählt. Das fand ich spannend und habe dann mein FSJ dort gemacht. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mehr in diesem Bereich lernen wollte.</p>
<p><strong>Warum genau hast du dich dann für die Pflege entschieden?</strong></p>
<p>Ich habe gemerkt, dass mir der Umgang mit Menschen Spaß macht – sie zu unterstützen und bei Dingen zu helfen, die sie selbst nicht mehr können. Man bekommt auch sehr viel zurück, sei es ein Dankeschön oder ein Lächeln. Ich habe im FSJ gelernt, dass der Job zu mir passt.</p>
<p><strong>Wie hast du letztes Jahr deinen ersten Ausbildungstag empfunden?</strong></p>
<p>Ich war sehr nervös, weil ich in einer neuen Einrichtung war. Aber ich wurde offen und freundlich empfangen und hatte dadurch einen leichten Einstieg. Mir wurde das Haus gezeigt, meine Aufgaben erklärt und gezeigt, wie diese genau ausgeführt werden. Es wurde sich sehr gut um mich gekümmert, sodass ich mich im Pflegezentrum St. Verena sofort sehr gut aufgenommen gefühlt habe.</p>
<p><strong>Was sind deine heutigen Gründe, um in der Pflege zu arbeiten und zu bleiben?</strong></p>
<p>Ich fühle mich aktuell noch genauso wie damals – dass der Beruf zu mir passt. Außerdem ist es super, dass ich durch die generalistische Ausbildung in alle pflegerischen Berufsmöglichkeiten reingucken und ausprobieren kann, wo ich arbeiten möchte. Das gibt mir sehr viele Möglichkeiten für die Zukunft.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2524 " src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/05/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-27-scaled-e1659341004564.jpg" alt="" width="900" height="600" /></p>
<p><strong>Wie nimmst du die Aussichten für dein Berufsbild wahr?</strong></p>
<p>Aus meiner Perspektive gibt es viele gute Aussichten: Ich kann eine Weiterbildung absolvieren, aufsteigen, Stationsleiterin werden oder in die Pflegedienstleitung. Ich könnte mir gut vorstellen, nach der Ausbildung weiterzumachen und Stationsleiterin zu werden. Dabei finde ich es wie schon erwähnt sehr gut, dass ich mir aussuchen kann, in welchen Bereich ich gehen möchte.</p>
<p><strong>Was ist der Sinn deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Der Sinn liegt darin, Menschen zu unterstützen, ihre Ressourcen und ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen und ihnen zuzuhören. Ihnen einfach das Gefühl zu geben, dass jemand an ihrer Seite ist und für sie da ist. Vor allem, wenn gerade keine Angehörigen da sind.</p>
<p><strong>Kannst du dazu noch ein bisschen näher erklären, was dich jeden Tag motiviert?</strong></p>
<p>Die enge Beziehung zu den Bewohner:innen ist für mich eine große Motivation. Auch wenn es mal traurige Momente gibt, will ich trotzdem jeden Tag zur Arbeit gehen, weil ich weiß, wofür ich das mache. Ich will für die Menschen da sein, die meine Hilfe brauchen. Wir haben auch sehr viel Spaß zusammen und machen Witze, dadurch entstehen lustige und schöne Momente mit den Bewohner:innen. Genauso ist das mit meinen Kolleg:innen. Unsere enge Beziehung und der gemeinsame Spaß motivieren mich jeden Tag aufs Neue.<img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2927 size-full" src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-12_neu.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-12_neu.jpg 900w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-12_neu-300x200.jpg 300w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-12_neu-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was genau macht denn den Zusammenhalt unter Kolleg:innen aus?</strong></p>
<p>Die gegenseitige Unterstützung: Wir können immer miteinander reden, auch bei Problemen. Wir helfen uns gegenseitig bei der Grundpflege und es gibt immer einen Ansprechpartner. Wir sind einfach ein Team, das sich nicht gegenseitig angreift, sondern hilft. Wir können auch mal über Privates reden.</p>
<p><strong>Woher nimmst du die Kraft, jeden Tag dein Bestes zu geben und hast du einen Ausgleich zur Arbeit?</strong></p>
<p>Die Unterstützung meiner Familie gibt mir sehr viel Kraft. Ich bekomme viel Anerkennung für meinen Pflegeberuf, wozu nicht alle Menschen in der Lage sind. Meine Familienmitglieder selbst sagen, dass sie diesen nicht ausüben könnten, aber dass sie stolz seien, dass ich das mache. Es macht mich stolz, dass ich das kann, und das gibt mir Kraft. Mein Ausgleich ist, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Außerdem gehe ich gerne ins Fitnessstudio – beim Trainieren komme ich runter und kann Stress rauslassen.</p>
<p><strong>Welche Vorurteile gegenüber Pflege würdest du gerne aus der Welt schaffen?</strong></p>
<p>Da fallen mir zwei ein. Zum einen, dass wir nur pflegen würden; es ist aber viel mehr als das. Allein die engen Bindungen zwischen uns und den Bewohner:innen und die seelische Versorgung zeigen das. Zum anderen hat die Altenpflege manchmal das Bild, dass es nur um alte Leute gehen würde, die man pflegt und das war es. Es wird vergessen, dass das trotzdem noch Menschen wie alle anderen sind.</p>
<p><strong>Wie erfährst du Wertschätzung im Berufsalltag? Kannst du uns ein Beispiel geben?</strong></p>
<p>In meinem FSJ gab es eine Bewohnerin, die sehr viel Wert auf meine Meinung gelegt hat und zu der ich ein sehr enges Verhältnis hatte. Sie hat mich häufig nach Hilfe gefragt, zum Beispiel bei der Auswahl eines Outfits für ihren Geburtstag. Für mich sind es diese Kleinigkeiten, die die Wertschätzung ausmachen.</p>
<p><strong>Welche weiteren Faktoren sind dir bei der Arbeit wichtig?</strong></p>
<p>Zum einen ist das die Professionalität. Wenn man zum Beispiel Stress zu Hause hat, darf man das nicht an den Menschen auf der Arbeit auslassen. Das muss getrennt werden, weil wir mit Menschen arbeiten. Wichtig ist mir auch eine gute Organisation der Einrichtung, was hier der Fall ist. Dadurch haben wir genug Praxisanleiter, die kompetent und offen sind.</p>
<p><strong>Was wünschst du dir für die Zukunft deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Ich wünsche mir mehr Pflegekräfte, damit das Personal nicht so überlastet ist. Dafür wünsche ich mir, dass sich mehr Leute für den Pflegeberuf interessieren, weil das ein sehr schöner Beruf ist.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Marius Bucur (34) aus der ambulanten Pflege</title>
		<link>https://www.pflege-mit-aussicht.de/marius-bucur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2022 09:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus Rumänien nach Konstanz: Marius ist in der neuen Heimat angekommen. Als Krankenpfleger in der ambulanten Pflege weiß er: Es braucht Flexibilität und Teamgeist. Seine Aussicht ist bereits Realität: Der 34-Jährige ist die neue stellvertretende Bezirksleitung. Marius, wer bist du und warum arbeitest du in der Pflege? Ich bin seit fünf Jahren in Deutschland, genauer&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Rumänien nach Konstanz: Marius ist in der neuen Heimat angekommen. Als Krankenpfleger in der ambulanten Pflege weiß er: Es braucht Flexibilität und Teamgeist. <span id="more-2612"></span> Seine Aussicht ist bereits Realität: Der 34-Jährige ist die neue stellvertretende Bezirksleitung.</p>
<p><strong>Marius, wer bist du und warum arbeitest du in der Pflege?</strong></p>
<p>Ich bin seit fünf Jahren in Deutschland, genauer im Landkreis Konstanz und arbeite als Krankenpfleger in der Sozialstation St. Konrad. Ich bin in Rumänien geboren und habe dort auch meine Ausbildung absolviert. Nach meinem Abitur in Rumänien habe ich eine Aufnahmeprüfung bei der Feuerwehr gemacht, weil ich gerne Menschen helfen wollte. In den ersten Monaten wird man eingearbeitet und muss sich dann entscheiden, in welchen Bereich man gehen möchte. Die Arbeit als Lehrlings-Rettungssanitäter im Krankenwagen war für mich das, womit ich weitermachen wollte – auch, weil ich da zum Beispiel schon eine Reanimation miterlebt habe. Der nächste Schritt war für mich die Pflegeschule. Im Anschluss habe in meinem Heimatland fast acht Jahre bei der Feuerwehr im Krankenwagen gearbeitet.</p>
<p><strong>Warum hat dich dein Weg nach Deutschland geführt?</strong></p>
<p>Man kann sagen, dass mich das Schicksal nach Deutschland gebracht hat. Ein Jahr bevor ich nach Deutschland kam, war ich hier zu Besuch. Als ich wieder zu Hause war, sind meine Gedanken aber in Deutschland geblieben. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, umzuziehen. Das war kein einfacher Weg, da ich erst die Sprache lernen und eine Stelle in Deutschland finden musste. Ich bin aber immer derselbe geblieben: Ich wollte Menschen helfen und für sie da sein. Und das mache ich gerne.</p>
<p><strong>Von Rumänien nach Konstanz: Wie war der Wechsel für dich persönlich?</strong></p>
<p>Ich wurde großartig aufgenommen und integriert. Seit meinem Start hier habe ich auch schon Weiterbildungen zum Praxisanleiter und zur Palliativfachkraft absolviert. Dabei wurde ich von allen Seiten unterstützt, die Weiterbildungen hat zum Beispiel mein Arbeitgeber gezahlt. Und seit Sommer letzten Jahres bin ich stellvertretender Bezirksleiter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2928 size-full" src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-216_neu.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-216_neu.jpg 900w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-216_neu-300x200.jpg 300w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-216_neu-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche weiteren Aussichten gibt es für dich und dein Berufsbild?</strong></p>
<p>Für mich persönlich gibt es die Aussicht, irgendwann Bezirksleiter zu werden. Zurzeit absolviere ich eine interne Fortbildung, ein Führungskräftestrainig. Hier wird getestet, ob man wirklich für eine Führungsposition geeignet ist. Wenn es gut läuft, kann ich im Anschluss weiter machen. Neben der Pflege ist Führung ein großes Thema; das Berufsfeld besteht aus diesen zwei verschiedenen Wegen, die man einschlagen kann. Bei der Caritas finde ich es besonders super, dass der Nachwuchs intern so gefördert und auf individuelle Stärken eingegangen wird.</p>
<p><strong>Was motiviert dich jeden Tag, deinen Weg so weiterzugehen?</strong></p>
<p>Ich würde sagen, einfach anderen zu helfen. Das ist ein eher banales Motto. Aber es trifft auf mich zu, weil ich eine Person bin, die gerne hilft, egal ob den Patient:innen bei der Körperpflege oder dem Team bei der Organisation. Es geht nicht unbedingt nur darum, was für Hilfe ich leiste, sondern, dass ich helfe. Hilfe wird immer gebraucht. Das ist meine Motivation.</p>
<p><strong>Wie würdest du den Sinn deiner Arbeit beschreiben?</strong></p>
<p>Der Sinn meiner Arbeit ist eine gute Lebensqualität zu haben, auch wenn man alt oder krank ist. Dass ich immer gut versorgt bin. Eine hohe Lebensqualität ist sowohl wichtig, wenn man jung und kräftig ist, als auch im hohen Alter mit weniger Energie oder wenn man erkrankt ist.</p>
<p><strong>Nimmst du daraus auch die Kraft, jeden Tag wirklich das Beste zu geben?</strong></p>
<p>Auch auf jeden Fall. Aber es geht bei diesem Beruf nicht nur um das Geld und die organisatorischen Umstände für eine gute Lebensqualität, sondern auch um die Seele, weil man sich dazu berufen fühlt. Man hat auch schlechte Tage, aber die Kraft kommt daraus, dass man anderen helfen möchte. Das ist aber auch das Schöne an der Pflege: Kein Tag ist wie der andere.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Noch eine Frage zum Berufsalltag: Was macht den Zusammenhalt mit den Kolleg:innen aus?</strong></p>
<p>Dass wir alle so motiviert und flexibel sind, dass jeder immer für jeden einspringen würde. Wir nehmen unsere Kundschaft als gemeinsame Aufgabe wahr und sind keine Einzelkämpfer, die nur ihren Bereich haben. Wenn jemand seine Aufgaben nicht erfüllen kann, gibt es immer direkt jemanden, der einspringt. Weil wir wissen, dass wir mit Menschen arbeiten. Das finde ich wirklich kollegial und dadurch funktioniert unser Team auch so gut.</p>
<p><strong>Hast du einen persönlichen Ausgleich zur Arbeit?</strong></p>
<p>Es macht die Arbeit einfacher, wenn man lernt, geduldig zu sein. Weil wir mit Menschen arbeiten und die können auch mal einen schlechten Tag haben. Da ist es gut zu lernen, schlechte Laune nicht persönlich zu nehmen, also professionell zu bleiben. Das macht einen auf der Arbeit auf jeden Fall ausgeglichener. Aber häufig entschuldigen sich die Patientinnen auch schnell, wenn sie unfreundlich waren. Und meistens überwiegt der Spaß bei der Arbeit. Privat gehe ich als Ausgleich gerne nach Oberwil im Simmental.</p>
<p><strong>Wieso ist ausgerechnet Oberwil dein persönlicher Rückzugsort?</strong></p>
<p>Oberwil liegt in den Bergen und ist eher ein Dorf als eine Stadt. Es ist dort ländlich und immer ruhig, was mich stark an mein Heimatland erinnert. Hier fühle ich eine Verbindung. Ich gehe aber auch häufig nach Konstanz, auf die Reichenau zum Kaffeetrinken, und genieße die Panoramen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://www.pflege-mit-aussicht.de/marius-bucur/">Marius Bucur (34) aus der ambulanten Pflege</a> appeared first on <a href="https://www.pflege-mit-aussicht.de">Pflegeoffensive LKKN</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Christine Treutmann (33) aus der Pädiatrie</title>
		<link>https://www.pflege-mit-aussicht.de/christine_treutmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:19:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pflege ist unverzichtbar, findet Christine. Die 33-Jährige ist aus der Nähe vom Hamburg an den Bodensee gezogen und hier in der pädiatrischen Intensivpflege angekommen. Im Pflegeprofi-Gespräch erzählt sie von Freud, Leid, täglicher Motivation und welche Aussichten sie an der Pflege liebt. </p>
<p>The post <a href="https://www.pflege-mit-aussicht.de/christine_treutmann/">Christine Treutmann (33) aus der Pädiatrie</a> appeared first on <a href="https://www.pflege-mit-aussicht.de">Pflegeoffensive LKKN</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Pflege ist unverzichtbar, findet Christine. Die 33-Jährige ist aus der Nähe von Hamburg an den Bodensee gezogen und hier in der pädiatrischen Intensivpflege angekommen. <span id="more-2117"></span>Im Pflegeprofi-Gespräch erzählt sie von Freud, Leid, täglicher Motivation und welche Aussichten sie an der Pflege liebt.</p>
<p><strong>Christine, wer bist du und wie bist du in die Pflege gekommen?</strong></p>
<p>Ich bin seit 13 Jahren als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin im Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) in Singen auf der Intensivstation tätig. Hier können wir neben größeren Kindern und Jugendlichen auch kleinste Früh- und Reifgeborene versorgen, weil wir in der Neonatologie die speziellen Anforderungen dafür erfüllen und entsprechend auf dem neusten Stand der Technik ausgestattet sind. Bevor ich nach Singen kam, habe ich meine Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin im norddeutschen Stade abgeschlossen. Im GLKN habe ich nach kurzer Zeit eine zweijährige Weiterbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin für pädiatrische Intensivpflege gemacht.</p>
<p>Wie ich in der Pflege gelandet bin? Ich habe Kinder schon immer geliebt und wollte beruflich etwas mit ihnen machen. Auch wusste ich, dass ich gerne in den medizinischen Bereich möchte. Zudem mag ich es, im Berufsalltag aktiv zu sein, herausgefordert zu werden und viel Kontakt zu Kindern und Menschen zu haben. So reizte mich der Beruf „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ schon früh.</p>
<p><strong>Du bist jetzt schon länger im Beruf. Was hat dich in der Kinderkrankenpflege gehalten?</strong></p>
<p>Die täglichen Herausforderungen motivieren mich immer aufs Neue. Damit meine ich, jeden Tag den Anspruch zu haben, nicht nur das Überleben der Kinder, sondern auch einen optimalen Ausgang der Behandlungen sicherzustellen. Täglich aufs Neue auf die Station zu kommen und die neuen Kinder kennenzulernen – aufgeregt und gespannt zu sein, was mich erwartet. Das liebe ich. Und vor allem nach dem Dienst sagen zu können, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Zudem habe ich jeden Tag Spaß, besonders mit dem großartigen Team. Wir halten einfach zusammen, auch in tragischen Situationen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2914 size-full" src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-75_neu.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-75_neu.jpg 900w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-75_neu-300x200.jpg 300w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-75_neu-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kannst du den Zusammenhalt unter euch Kolleg:innen noch etwas genauer beschreiben?</strong></p>
<p>Wir denken und fühlen gleich. In allen erdenklichen Situationen wissen wir, was im Kopf der anderen vorgeht. In schwierigen Momenten müssen wir nicht viel sagen, wir verstehen uns. Aber wir sprechen auch viel über Situationen, was uns sehr hilft – wir fühlen eine große Wertschätzung untereinander. Dazu ist es etwas Besonderes, dass mir das Team bei der Dienstplanung ermöglicht, den Berufsalltag mit meiner Familie zu vereinbaren.</p>
<p><strong>Was motiviert dich darüber hinaus, jeden Tag dein Bestes zu geben?</strong></p>
<p>Die Kinder. Jedes Kind muss auf dessen Art und Weise gepflegt werden. Wir passen uns seinen individuellen Bedürfnissen an – damit wir nicht nur pflegen, sondern auf die langfristige geistige und körperliche Entwicklung eingehen können. Auch motiviert mich die Zusammenarbeit mit den Eltern. Man ist ein Teil davon, das Kind auf einem schwierigen Weg zu begleiten und erfährt dadurch viel Dankbarkeit. Das ist unser Job und den machen wir gerne. Aber mit der Wertschätzung unserer Hilfe, und der Bestätigung, dass wir etwas gut machen, ist es ein umso schöneres Gefühl.</p>
<p><strong>Kannst du uns erklären, was der Sinn deiner Arbeit ist?</strong></p>
<p>Die Unverzichtbarkeit der Pflege. Diese bedeutsame und sinnvolle Arbeit kann keine Maschine ersetzen. Und für mich, dass ich am Ende ein gutes Gefühl habe, weil ich einem Kind und seiner Familie geholfen habe, eine gute Entwicklung zu fördern. Dieser Sinn ist für mich essenziell. Wir haben eine Lebensverantwortung – wir sichern das Überleben von Kindern nach bester Möglichkeit.</p>
<p><strong>Wie erfährst du Wertschätzung im Berufsalltag?</strong></p>
<p>Wertschätzung bedeutet für mich vor allem, zu helfen. Zum Beispiel hatte ich einmal den Fall, dass ein Kind in der 22. Schwangerschaftswoche mit nur 350 Gramm zur Welt kam. Die Überlebenschancen standen sehr schlecht. Aber die Eltern haben daran festgehalten, alles zu versuchen. Wir sind diesen Weg gemeinsam gegangen und nach vier Monaten konnte das Kind mit 2.600 Gramm und ohne bleibende Schäden nach Hause entlassen werden. Das sind Momente, die einfach wunderbar sind. Am Anfang denkt man, dass das Kind nicht überlebt oder nur mit gravierenden Schäden und dann schafft man das gemeinsam doch. Das zeigt mir immer, dass man vielem eine Chance geben soll, auch wenn die Geräte etwas anderes sagen. Dass wir die Möglichkeit haben, hat einen großen Wert.</p>
<p><strong>Woher nimmst du noch die Kraft, jeden Tag zu meistern? Hast du einen Ausgleich zur Arbeit?</strong></p>
<p>Außer aus dem Team und unseren Erfolgen ziehe ich meine Kraft komplett aus meiner Familie. Vor allem, weil ich mit meinem Mann und meinen Eltern über alles reden kann. Es hilft mir, über Situationen zu sprechen. Als Ausgleich tut mir Sport auch sehr gut, da ich emotional im Job involviert bin, ist das sehr wichtig. Normalerweise soll man die Arbeit auf der Arbeit lassen, aber das ist nicht komplett möglich. Dafür wachsen wir viel zu sehr mit der Situation zusammen und haben auch diesen intensiven Eltern- und Patient:innen-Kontakt. Man kann nicht nach draußen gehen und komplett abschalten – dafür ist dann der Ausgleich da. Ich bin auch gerne viel in der Natur. Daran liebe ich die Weite und den Platz, das natürliche Licht und meine lachenden Kinder.</p>
<p><strong>Welche Aussichten gibt es für dein Berufsbild?</strong></p>
<p>Im Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege gibt es genauso viele Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten, wie in anderen pflegerischen Bereichen. Ich habe ja schon die Intensivfachweiterbildung gemacht, aber es wird sehr viel zusätzlich angeboten. Nebenbei habe ich auch noch eine Weiterbildung zur medizinischen Kodierfachkraft absolviert. Diese kann ich in Teilzeit neben meinem Hauptberuf tätigen. Die Kodierung, das ist die Abrechnung für die Station, konnte ich auch während meiner Elternzeit weiter ausüben. Es gibt aber auch noch viele andere Möglichkeiten, wie Praxisanleiter:in zu werden und damit die Auszubildenden zu begleiten. Man kann auch in Richtung Studium und Pflegemanagement gehen oder Stationsleiter:in werden.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wird diese Vielseitigkeit der Pflege in der Öffentlichkeit wahrgenommen?</strong></p>
<p>Leider nicht genug. Es wird häufig übersehen, wie abwechslungsreich und anspruchsvoll dieser Beruf ist, wie viele Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungen es doch tatsächlich gibt und wie weit die Einsatzbereiche reichen. Zudem werden die positiven Erfahrungen, die man in der Pflege erlebt, häufig nicht so gesehen. Wir sind systemrelevant, weil wir Menschen gesund pflegen. Und das ist wirklich wichtig, weil uns keine Maschine ersetzen kann.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an der Pflege im Landkreis Konstanz und was gefällt dir an deiner neuen Heimat?</strong></p>
<p>Für mich war das Besondere die Einfachheit des Wechsels nach Singen in eine völlig unbekannte Umgebung. Ich dachte, dass es aufgrund der Entfernung zu meinen Eltern sehr schwierig für mich wird. Aber die Kolleg:innen auf der Station haben mir das Ankommen leicht gemacht, weil sie mich mit offenen Armen empfangen haben. Das Team ist schnell zu meiner zweiten Familie geworden. Das Attraktive ist hier auch der See, die Berge, die Nähe zum Schwarzwald und wunderschöne Städte. Der Landkreis hat tolle Angebote und auch eine große kulturelle Bandbreite.</p>
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		<title>Tobias Flemming (46) aus der Psychiatrie</title>
		<link>https://www.pflege-mit-aussicht.de/tobias_flemming/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:18:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pflege ist hochprofessionell, erklärt Tobias. Der 46-Jährige hat sich bereits als Zivi bei seinem Arbeitgeber wohlgefühlt, heute ist er hier Pflegedienstleiter. Tobias Ansporn ist es, bessere Aussichten in der Pflege mitzugestalten. Im Pflegeprofi-Gespräch erzählt er, wie wichtig ein positives Arbeitsklima ist. Sein Wunsch, dass Kolleg:innen füreinander einstehen. Tobias, wer bist du und wie bist du&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Pflege ist hochprofessionell, erklärt Tobias. Der 46-Jährige hat sich bereits als Zivi bei seinem Arbeitgeber wohlgefühlt, heute ist er hier Pflegedienstleiter. Tobias Ansporn ist es, bessere Aussichten in der Pflege mitzugestalten.<span id="more-2115"></span> Im Pflegeprofi-Gespräch erzählt er, wie wichtig ein positives Arbeitsklima ist. Sein Wunsch, dass Kolleg:innen füreinander einstehen.</p>
<p><strong>Tobias, wer bist du und wie bist du in die Pflege gekommen?</strong></p>
<p>Ich bin Pflegedienstleiter im Zentrum für Psychiatrie Reichenau (ZfP), an dem ich damals auch meine Ausbildung gemacht habe. Für meine aktuelle Position habe ich eine Weiterbildung zum Fachwirt für Organisation und Führung im Sozialwesen absolviert. Wie ich hier damals gelandet bin? Meine Schwester machte damals ihre Ausbildung im ZfP, sodass ich bereits erste Einblicke in den Beruf als Pflegefachkraft erhalten konnte. Das fand ich spannend und habe hier deshalb im ZfP meinen Zivildienst absolviert. Ich habe mich im Team und mit den Aufgaben damals schon so wohl gefühlt, dass ich im Anschluss meine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger im ZfP begonnen habe.</p>
<p><strong>Kannst du noch ein bisschen genauer erklären, warum du dich entschieden hast, im ZfP zu bleiben?</strong></p>
<p>Wenn man jung ist, weiß man bei den nächsten Schritten oft nicht genau, was einen erwartet. Deshalb war es sehr hilfreich, dass ich bereits in einem sehr guten Team integriert war – das übrigens noch heute in Teilen erhalten geblieben ist – und dadurch tolle Vorbilder hatte. Die sind bei der Berufsfindung ganz wichtig. Ich wurde als Mensch an die Hand genommen und mir wurden Struktur und Stringenz gegeben. Ich hatte sehr schnell Freude an dem Beruf, da ich Aufgaben bekommen habe, die mich wirklich gefordert und gefördert haben. Und es gab eine ehrliche Rückmeldung darüber, ob ich für den Beruf geeignet bin.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reisen wir ein bisschen in der Zeit zurück – wie hast du deinen ersten Ausbildungstag empfunden?</strong></p>
<p>Als der erste Ausbildungstag in der Schule begann, hat sich alles fremd angefühlt, wie das bei Neuanfängen immer so ist. Wir haben in den ersten Stunden nur über Krankheitskonzepte gesprochen, zum Beispiel über die Begriffe Krankheit und Gesundheit, das ist mir gut im Gedächtnis geblieben. Ich habe mich erst unsicher gefühlt, aber ich war in einer Klasse, in der es jedem so ging und deshalb sind wir schnell zusammengewachsen. Zudem war die Schule hier auf dem Gelände des ZfP, was mir Sicherheit gegeben hat. Das ZfP ist ein sehr familiärer Betrieb.</p>
<p><strong>Warum bist du bis heute in der Pflege geblieben?</strong></p>
<p>Am Anfang war ich beeindruckt, dass die Patient:innen meine älteren Kolleg:innen auf dem Gelände mit Namen grüßen – obwohl man so viele Patient:innen sieht. Da wollte ich auch hinkommen. Zudem hatte ich immer den Anspruch an mich selbst, meine Arbeit ordentlich zu machen und mit viel Hintergrundwissen zu füttern. Die Pflege ist hochprofessionell: Ich wollte nicht einfach nur pflegen, sondern auch bessere Rahmenbedingungen für die Pflege gestalten. Dieser Anspruch an mich selbst und meine Arbeit hat mich persönlich im Beruf gehalten. Einer meiner nächsten Schritte war die Weiterbildung zum Praxisanleiter, da ich Dinge, die bei mir in der Ausbildung nicht so gut gelaufen sind, als Anleiter besser machen wollte. Später habe ich zusammen mit anderen Kollegen eine Station aufbauen dürfen und habe diese später dann auch geleitet. Meine Motivation, Prozesse zu beeinflussen und die Qualität hochzuhalten, haben mich jetzt bis zur Pflegedienstleitung gebracht. Diese Arbeit gibt mir einfach sehr viel und deshalb möchte ich keine andere machen. Ich hoffe, dass ich meinen Job noch lange machen kann.</p>
<p><strong>Du bist die Karriereleiter also steil nach oben geklettert. Warum war Weiterbildung so wichtig für dich und welche Aussichten gibt es für dein Berufsbild?</strong></p>
<p>Ich hatte schon immer den Wunsch, nicht stillzustehen und da gibt es viele tolle Möglichkeiten in der Pflege und besonders hier im Landkreis. Die Übernahme der Stationsleitung hat mir für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung schon viel gebracht – man lernt mehr Details und Zusammenhänge kennen, Qualitätsmanagement, ISO-Normen und auch Mitarbeiterführung gehören dazu. Ich wollte aber noch mehr Möglichkeiten erschließen um Prozesse zu verbessern. Deshalb bin ich Praxisanleiter geworden und habe meinen Fachwirt gemacht.</p>
<p>Leider wird die Pflege als anspruchsvolle Profession aber in der Öffentlichkeit als solche in großen Teilen nicht wahrgenommen. Wenn über Pflege geredet wird, muss mehr darüber aufgeklärt werden, dass sie hoch differenziert ist und nicht nur aus Krankenpfleger:innen besteht. Es gibt nicht „die Pflege“, sondern eine ganze Menge Differenzierungen von Ausbildungen und Qualifikationen. Ebenso gibt es inzwischen Berufskammern und einen eigenen Berufsverband. Kurzum, Pflegeberufe sind vielfältig und professionell und ich hoffe, dass das auch in der Öffentlichkeit stärker erkannt wird.</p>
<p><strong>Was ist der Sinn deiner Arbeit und was motiviert dich jeden Tag?</strong></p>
<p>Ich habe einen Beruf gewählt, der mir Sinn gibt: Menschen bleiben in diesem Job, weil sie hier gefordert werden und sich dazu berufen fühlen. Es gibt so viele spezielle Bereiche, wie den Umgang mit Maschinen und Medikamenten. In der Psychiatrie muss man erkennen, wenn ein Mensch nicht sagt, dass es ihm:ihr schlecht geht und ihn durch psychische Krisen begleiten. Dabei ist es ein großartiges Gefühl, wenn Menschen am Ende wieder nach Hause gehen und arbeiten oder wieder studieren können. Mich motivieren jeden Tag die Leute, die hier arbeiten und dass ich etwas Eigenes habe. Ich kenne meine Aufgaben und möchte ein Arbeitsklima schaffen, in dem die Menschen gerne arbeiten, füreinander einstehen, offen kommunizieren und Lust auf die Arbeit haben. Ich will nicht, dass hier jemand unglücklich ist und ungern zur Arbeit kommt. Das ist mein Ansporn.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie erfährst du Wertschätzung im Berufsalltag?</strong></p>
<p>Wenn Patient:innen fragen, was man den Tag über gemacht hat, sich um einen sorgen und einfach wahrnehmen, wie es einem geht – das geht direkt ins Herz. Genauso, wenn sich Kolleg:innen mir öffnen oder sich nach mir erkundigen. Ich freue mich auch immer besonders, wenn meine Chefin mich lobt oder Kolleg:innen mir sagen, dass ich etwas gut gemacht habe oder ein guter Chef bin.</p>
<p><strong>Welche Vorurteile gegenüber Pflege würdest du gerne aus der Welt schaffen?</strong></p>
<p>Pflege kann jeder. Das ist eins der größten Vorurteile, auch wenn es in meiner Wahrnehmung schon viele Kampagnen mit diesem Slogan gab. Nicht jede:r ist in der Lage, diese Arbeit mit einem gewissen Qualitätsstandard auszuführen und man muss für den Beruf gemacht sein. Genauso finde ich, dass Beschreibungen wie “Pflege mit Herz“ die Professionalisierung mit Füßen treten. Es wird damit ein stereotypisches Bild gezeichnet, das nicht stimmt. Pflege ist eine Profession mit viel Wissen und Einsatzbereitschaft. Man muss den Beruf erlernen, da reicht es nicht, ein “Herz zu” haben.</p>
<p><strong>Was ist dein persönlicher Ausgleich zur Arbeit?</strong></p>
<p>Bewegung und Abschalten: Im Sommer fahre ich von Singen aus immer mit dem Fahrrad zur Arbeit. Da kann ich super bei abschalten. Neben der Bewegung liebe ich das Gärtnern in meinem Garten. Das empfinde ich als sehr meditativ; oder ich lege mich einfach in meine Hängematte, mache gar nichts und blicke in die schöne Landschaft.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an der Pflege im Landkreis Konstanz?</strong></p>
<p>Es gibt genügend Möglichkeiten, eine passende Stelle zu finden. Die Arbeitgeber hier sind zudem gut, da sie konstant und mitarbeiterorientiert sind. Sie bemühen sich sehr, gute Arbeitsplätze zu bieten. Zudem ist die Spezialisierung des Landkreises der Verbund – und damit die Verknüpfung untereinander, zum Beispiel der Lehrenden und der Akademien. Wir gehören alle zusammen.</p>
<p><strong>Was liebst du an dem Umfeld, in dem du lebst?</strong></p>
<p>Seitdem ich in Singen lebe, habe ich den Hegau lieben gelernt. Ich bin gleich am See – wie sagt man, ich lebe da, wo andere Urlaub machen. In Singen selbst herrscht ein tolles Klima mit ehrlichen Menschen und ehrlicher Arbeit. Die Menschen hier sind herzlich und ich habe großartige Freunde gefunden.</p>
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		<title>Andjelka Dokic (29) aus der stationären Akutpflege</title>
		<link>https://www.pflege-mit-aussicht.de/andjelka_dokic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Pflege ist die Kommunikation mit Patient:innen zentral, sagt Andjelka.<br />
Empathie und psychische Unterstützung seien aber genauso wichtig für die Genesung wie die medizinische Behandlung, erzählt die gebürtige Serbin im Pflegeprofi-Gespräch. Ihre Aussicht: eine Weiterbildung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Pflege ist die Kommunikation mit Patient:innen zentral, sagt Andjelka.<br />
Empathie und psychische Unterstützung seien aber genauso wichtig für die Genesung wie die medizinische Behandlung, erzählt die gebürtige Serbin im Pflegeprofi-Gespräch. Ihre Aussicht: eine Weiterbildung.<span id="more-2112"></span></p>
<p><strong>Andjelka, wie bist du in der Pflege gelandet?</strong></p>
<p>Ich arbeite mittlerweile seit vier Jahren in der stationären Akutpflege in den Schmieder Kliniken. Meine Ausbildung habe ich allerdings in meinem Heimatland Serbien gemacht. Dort wusste ich schon seit der Grundschule, dass ich Menschen helfen möchte. Verwandte von mir haben in der Pflege gearbeitet, woraus mein Interesse für einen medizinischen Beruf entstanden ist. An der Arbeit als Pflegerin fand ich gut, kranke Menschen begleiten zu können und für sie da zu sein.</p>
<p><strong>Kannst du noch ein bisschen genauer erklären, wieso du dich für die Pflege entschieden hast und wie du dann in Deutschland gelandet bist?</strong></p>
<p>Es ist ein großartiges Gefühl für mich zu sehen, wenn Menschen wieder gesund werden. Neben meinem Wunsch, Kranken beizustehen, finde ich die Arbeit mit ihnen einfach interessant. Man lernt jeden Tag etwas Neues, von den Menschen und auch in der Medizin. In Serbien ist es sehr kompliziert, nach der Ausbildung in der Pflege zu arbeiten. Deshalb hatte ich mich dazu entschieden, nach Deutschland zu kommen. Ich habe meine Entscheidung nicht bereut. Im Vergleich zu Serbien hat man hier mehr Zeit für die Menschen und die Pflege. Deshalb sind die Patient:innen hier auch zufriedener, was mich motiviert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2959 size-full" src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/01/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-179_neu.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/01/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-179_neu.jpg 900w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/01/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-179_neu-300x200.jpg 300w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/01/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-179_neu-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reisen wir kurz etwas in der Zeit zurück – wie hast du deinen ersten Ausbildungstag empfunden?</strong></p>
<p>In den ersten Tagen war es aufregend mit den Patient:innen zu arbeiten, sich mit ihnen zu unterhalten und weiße Klamotten zu tragen. Es war interessant zu üben, Blut abzunehmen und den Blutdruck zu messen, denn das war alles neu für mich. Aber die Ausbildung war auch sehr herausfordernd. Wir hatten viele Praktika und Prüfungen – ich habe zwischendurch auch mal daran gezweifelt, dass ich das schaffe. Trotzdem hatte ich von Anfang an das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich habe mich immer in der Pflege gesehen. Es ist einfach der richtige Beruf für mich.</p>
<p><strong>Welche Aussichten gibt es deiner Meinung nach für das Berufsbild in Deutschland?</strong></p>
<p>Obwohl das Pflegesystem in Deutschland gut funktioniert, glaube ich, dass es immer etwas zu verbessern gibt. Wir können noch viel mehr erreichen – die Pflege ist ein spezifischer Beruf, in dem man immer improvisieren und etwas Neues lernen kann. Auch mit der fortschreitenden Technologie ändert sich vieles schnell, zum Beispiel in Bezug auf Hilfsmittel für Patient:innen. Mit diesen wird es vielleicht irgendwann möglich sein, dass Angehörige die Pflege selbst übernehmen. Aber bei allen Entwicklungen bleibt die Kommunikation zwischen uns und den Patient:innen immer das Wichtigste.</p>
<p><strong>Gehen wir noch ein bisschen tiefer: Was ist der Sinn deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Ohne uns wären medizinische Behandlungen sehr schwierig – wir sind eine große Unterstützung für die Patient:innen. Wir sind für sie da, wenn sie ängstlich sind und beruhigen sie. Neben den Behandlungen sind Empathie und psychische Unterstützung genauso wichtig für die Genesung. Das gilt auch für die Angehörigen, wenn sie sich nicht vorstellen können, wie es weitergehen soll. Zudem ist es auch essenziell, dass wir die Ärzt:innen unterstützen, die alle wichtigen Entscheidungen treffen. Ohne die Pflege wäre das schwierig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2916 size-full" src="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-189_neu.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-189_neu.jpg 900w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-189_neu-300x200.jpg 300w, https://www.pflege-mit-aussicht.de/wp-content/uploads/2022/08/pflegekampagne_konstanz_lukas_lehmann-189_neu-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was motiviert dich jeden Tag dazu, dein Bestes zu geben?</strong></p>
<p>Mich motiviert besonders, wenn Patient:innen gesund werden und dann auch gesund nach Hause gehen. Die Fortschritte der Patient:innen und die Zufriedenheit ihrer Angehörigen sind meine Motivation. Aber gleichzeitig ist es auch wichtig, das Privatleben von der Arbeit zu trennen. Es ist nicht immer einfach nach Hause zu gehen und zu vergessen, dass jemand schwer krank ist. Aber ich gehe gleichzeitig glücklich und zufrieden nach Hause, wenn es meinen Patient:innen besser geht und wir zusammen gelacht haben. Dann freue ich mich schon darauf, am nächsten Tag weiterzumachen.</p>
<p><strong>Wie erfährst du dabei Wertschätzung im Berufsalltag?</strong></p>
<p>Wertschätzung erhalten wir wirklich oft von Patient:innen und Angehörigen. Das schönste Gefühl ist es, wenn Patient:innen entlassen werden und wir dann einen Brief oder Karten erhalten, in denen uns gedankt wird. Häufig schreiben Patient:innen, dass sie sich gut gepflegt gefühlt haben. Manchmal bekommen wir auch Süßigkeiten geschenkt. Zudem hat mich mein Team ganz toll akzeptiert und integriert.</p>
<p><strong>Woher nimmst du die Kraft, jeden Tag alles zu geben? Hast du einen Ausgleich zur Arbeit?</strong></p>
<p>Wenn man privat zufrieden ist, ist man auch bei der Arbeit zufrieden – zumindest ist das bei mir so. Man merkt den Menschen an, wenn Privates mit auf die Arbeit genommen wird. Man darf natürlich unzufrieden sein, aber dann ist ein gutes Team sehr wichtig, das auch mal etwas übernimmt oder einem den Rücken stärkt. Mein persönlicher Ausgleich ist vor allem mein Mann, meine Familie, mein Hund und die Natur. Wenn ich weiß, dass zu Hause jemand auf mich wartet, bin ich glücklich und bekomme gute Laune. Dann kann ich auch besser arbeiten.</p>
<p><strong>Wie weit möchtest du in der Pflege noch gehen? Hast du bereits eine Weiterbildung absolviert?</strong></p>
<p>Bisher habe ich mich darauf konzentriert, Erfahrungen zu sammeln und meine Sprache zu verbessern. Aber ich habe auch schon mehrere Fortbildungen gemacht. Als nächsten Schritt wäre ich sehr interessiert an einer Weiterbildung zur Pflegerin in der Neurologie – wir haben hier eine neurologische Rehaklinik. Ich finde es wichtig, neurologische Krankheiten richtig zu verstehen, da das die Pflege dieser Patient:innen einfacher macht.</p>
<p><strong>Welche Vorurteile gegenüber Pflege würdest du gerne aus der Welt schaffen?</strong></p>
<p>Manchmal witzeln Patient:innen darüber, dass Pfleger:innen nicht pünktlich oder auch unfreundlich wären. Dass wir uns gleich kümmern würden, sei eine Lüge. Aber das stimmt nicht. Wir stehen unter starkem Zeitdruck und daher kommt es aus Zeitmangel zur Unpünktlichkeit, nicht aus Unfreundlichkeit.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an der Pflege im Landkreis Konstanz?</strong></p>
<p>Das Besondere hier ist vor allem die Lage. Die Natur ist wichtig für mich, um in den Pausen runterzukommen, und für die Patient:innen: ihrer Genesung hilft es sehr, draußen in einer schönen Umgebung spazieren gehen zu können – den See zu sehen und Sonne zu genießen.</p>
<p><strong>Was liebst du an deiner neuen Heimat?</strong></p>
<p>Mir gefallen die Arbeit und das System dahinter sehr gut. Ich fühle mich sehr sicher und mir wird immer geholfen, wenn ich ein Problem habe. Ich schätze außerdem die Natur und dass es den Tieren in Deutschland viel besser geht als in Serbien. Am Bodensee zu leben und zu arbeiten ist etwas Besonderes.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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